„In Kriegszeiten ist die Wahrheit so wertvoll, dass sie von einer Schutztruppe aus Lügen bewacht werden muss.“
Winston Churchill
Warum können wir so oft nicht mit der Wahrheit, dem komplexen Zusammenspiel aus Sachinformation und Zeit umgehen? Ist es uns nicht gegönnt in einer utopischen Gesellschaft ohne Lügen, Falschaussagen zu leben? Dient die Verzerrung der Wirklichkeit dem Selbstschutz?
Wer kann diese Fragen beantworten?
Nur derjenige, der in Utopia verweilt kann die Fragen mit rechtem Willen ehrlich beantworten ohne sie zu verzerren.
Man dreht sich im Kreis.
Ich bitte also platz zu nehmen auf dem Philo-Sofa, um den Antworten wenigstens mit den uns zur Verfügung stehende Mitteln eine Schritt näher zu kommen.
Ich bitte darum auf dem schönen mittlerweile weniger genutztem Philo-Sofa Platz zu nehmen.
Ironie des Schicksals, man steht am Abgrund versucht noch zu leugnen, lässt alles noch einmal passieren, geht alternativen ab, doch die ersehnte Lösung scheint unerreichbar, gar nicht erst vorhanden oder vorgesehen. Man nimmt die Ströme der Ereignisse um sich herum nur stark verzerrt, verschwommen war. Doch geht es weiter, es stoppt nie, die fortlaufende Erzwingung der Handlung durch die Zeit ist nichts, aber ach gar nichts entgegenzusetzen. Ist es so überhaupt sinnvoll die Handlung beeinflussen zu wollen? Ist es vergebene Müh? Sollten wir alle passiver vorgehen? Ich denke, dass wir zwar die Abfolge von Ereignissen, Situationen im Kleinen beeinflussen, verändern können, doch das große Gesamte rein dem Zufall, der Wahrscheinlichkeit unterliegt.
„Im Streit wird die Wahrheit gebo- ren“, sagt ein russisches Sprich- wort. Wir bitten deshalb, auf dem Philo-Sofa Platz zu nehmen. – „Wieviel Utopie braucht der Mensch?“ soll das Thema lauten. Als Anregung präsentieren wir das Konterfei des Sir Thomas Morus, des Schöpfers des Begriffes Utopia („Utopia“, 1516). – Wer wagt sich?
Eine Fähigkeit, ein Können, ein Zustand, der von der Mehrheit, der Gesellschaft (, sollte es sie wirklich geben ) nicht als „normal“, durchschnittlich angesehen wird?
Ist Dummheit vom Standpunkt und Betrachter abhängig?
Schaut man im Pierer’s Universal-Lexikon nach so erfährt man, dass Dummheit eine „natürliche od. entstandene Schwäche des Verstandes aus krankhafter Affektion des Gehirns, die sich bes. im Mangel an Urteil zeigt“ ist.
Doch die wichtigste Frage ob Dummheit angeboren oder gebildet wird bleibt unklar.
Sollte Dummheit tartzächlich genetisch bedingt sein, so könnte man sie bekämpfen.
Was wären wir Menschen ohne Dummheit? Fehlerfrei?
„Es muss für das Überleben einen Vorteil gebracht haben, sonst hätte es sich nicht entwickelt.“
Welche Vorteil soll es wirklich gebracht haben/ bringen?
Wer sein Handeln instinktiv und triebhaft steuert, wie ein Tier, der hat keine Selbstzweifel, stellt nicht in frage, hat keine Angst.